Gestern war eigentlich der Tag, auf den ich seit Wochen hingefiebert habe: das wichtige Conference-Spiel gegen Miami Dade College. Im letzten Jahr haben wir sie noch gut auf Abstand gehalten... Alles stand auf dem Spiel – unser Ticket für die Nationals hing direkt davon ab, wie wir in dieser Partie performen würden. Wir wussten: Wenn wir gewinnen, sind wir zurück im Rennen. Wenn wir verlieren, wird’s verdammt eng. Und ich? Ich wollte alles geben, um mein Team da durchzuziehen.
Aber es kam alles anders.
⚠️ Raus in der ersten Minute
Ich bin keine 60 Sekunden auf dem Platz gewesen – erste Aktion, ein Sprint zur Seitenlinie, Kontakt, ein Ziehen, und dann… nichts mehr. Ich wusste sofort: Das war nicht gut. Der Schmerz war scharf, plötzlich, und ich konnte mein Bein nicht mehr richtig belasten. Diagnose steht noch aus, aber so wie es aussieht, wird es kein kurzer Ausflug auf die Bank. Ich musste raus – in einem der wichtigsten Spiele der Saison. Ein absoluter Albtraum.

⚽ Ein harter Kampf – und eine bittere Niederlage
Meine Jungs haben alles gegeben. Trotz des frühen Schocks durch meinen Ausfall haben wir das Spiel offen gehalten. Nach einem 0:1-Rückstand konnten wir dank einer traumhaften Ecke von Henry und einem starken Kopfball von Stephen auf 1:1 ausgleichen. Die Stimmung war elektrisierend – Orlando Health Stadium war voll dabei, wir hatten Momentum.
Doch dann, zwei Minuten und 33 Sekunden vor Schluss, trifft Miami Dade. 1:2. Und das war’s. So knapp, so bitter. Das hätte unser Spiel sein können.
🧠 Der Kopf ist voll – die Regionals stehen vor der Tür
Was es noch schlimmer macht: Die Regionals stehen direkt bevor. Und genau jetzt verletzt zu sein, ist wohl der schlechteste Zeitpunkt überhaupt. Ich hätte mir nie vorstellen können, dieses Team in der entscheidenden Phase von außen anfeuern zu müssen. Aber vielleicht bleibt mir genau das übrig.
Ich versuche gerade, meinen Kopf über Wasser zu halten. Für uns ist noch nichts verloren – wir haben noch ein Spiel gegen Daytona State College nächste Woche. Das Team braucht jetzt Fokus, Mentalität und Entschlossenheit. Auch ohne mich. Das schmerzt, aber ich bin auch stolz auf unsere Jungs. Wir sind mehr als ein Kader – wir sind eine Einheit.
💬 Mein Fazit
So läuft der Fußball manchmal. Ein Moment der Euphorie kann sich in Frust verwandeln, ein Sprint kann die Richtung deiner Saison ändern. Aber ich lasse den Kopf nicht hängen. Vielleicht bin ich raus für den Moment, aber nicht aus dem Teamgeist, nicht aus dem Ziel: Die Nationals.
Ich werde alles tun, um so schnell wie möglich zurückzukommen. Und bis dahin? Bin ich der lauteste Supporter an der Seitenlinie.