Ich sitze hier im Bus auf dem Rückweg vom Spiel, und ehrlich gesagt, fällt es mir schwer, die richtigen Worte zu finden. Noch gestern war alles möglich – heute ist unsere Saison vorbei. Wir haben gegen Cowley County Community College 2:1 nach Verlängerung verloren. Es war ein Spiel, das sich anfühlt wie ein Déjà-vu – denn genau wie im letzten Jahr war es Cowley, das unseren Traum vom Halbfinale beendet hat.
Wir sind als Underdog ins Turnier gestartet – als Nummer 6 der Setzliste – und trotzdem haben wir an uns geglaubt. Nach dem Sieg gegen Murray State am Montag waren wir voller Energie. Ich erinnere mich noch genau an mein Tor in diesem Spiel – einer dieser Momente, in denen einfach alles passt.
Auch heute gegen Cowley hatten wir einen großartigen Start. In der ersten Halbzeit, nach einem schönen Zuspiel von Stephen Gilbert, konnte ich den Ball im Strafraum annehmen und zum 1:0 einschieben. 19 Minuten und 7 Sekunden waren da noch zu spielen – und für einen Moment dachte ich, wir hätten das Ding im Griff. Wir haben gekämpft, geblockt, gerufen – jeder hat alles gegeben.
Doch Fußball kann grausam sein. Zehn Minuten vor Schluss kam der Moment, der alles veränderte: ein Foul im Strafraum, das aus meiner Sicht sehr hart gepfiffen wurde. Renan Syrio trat zum Elfmeter an und traf – 1:1. Plötzlich war die Energie im Stadion anders. Man konnte spüren, dass das Momentum kippte.
Es ging in die Verlängerung und dort entscheidet derjenige das Spiel, der das nächste Tor schießt ("Sudden Death"). Auf einmal dauerte es nur etwas mehr als eine Minute – und dann passierte es: Alberto de Miguel traf für Cowley. 2:1. Stille. Das Spiel war endschieden.
Es tut weh, wieder an derselben Stelle zu scheitern. Aber wenn ich ehrlich bin, bin ich auch unglaublich stolz. Auf mein Team. Auf unsere Saison. Auf das, was wir erreicht haben. 12 Siege, 4 Niederlagen, 1 Unentschieden – und zum dritten Mal in Folge bei der nationalen Meisterschaft dabei. Das ist nicht selbstverständlich.