Nach meinem Debüt gegen Stonehill stand direkt das nächste Highlight an: Derby gegen Bryant. Und nicht nur irgendein Gegner – Bryant gehört aktuell zu den stärksten Teams des Landes und steht in der nationalen Setzliste auf Platz 10.
Für mich hieß es erneut: Startelf.
Das Spiel selbst war allerdings eher harte Arbeit als Fußball-Feuerwerk. In der ersten Halbzeit fanden wir offensiv kaum Lösungen, kamen nur selten zu echten Abschlüssen und mussten vor allem bei vielen Standardsituationen aufmerksam bleiben. Insgesamt ziemlich zäh – und zur Pause war klar, dass da deutlich mehr kommen musste.
Nach dem Wechsel wurde es besser. Auch bei mir persönlich. Wir kamen häufiger nach vorne und hatten Möglichkeiten, das Spiel auf unsere Seite zu ziehen. Nur mit der Chancenverwertung war das so eine Sache: Chancenwucher trifft es wahrscheinlich ganz gut.
Defensiv standen wir dieses Mal dagegen deutlich stabiler. Am Ende reichte Bryant ein Treffer – 0:1.
Ärgerlich, weil mehr drin gewesen wäre. Aber gegen ein Top-10-Team des Landes merkt man eben auch ziemlich schnell, wie wenig Fehler und ausgelassene Chancen verziehen werden.
Zwischen Training und Spielen stand inzwischen auch der offizielle Media Day auf dem Programm.
Also Trikot an, vor die Kamera und versuchen, so auszusehen, als wäre das alles völlig normal. 😎
Es entstanden die offiziellen Bilder, die Rhode Island während der Saison für Website, Social Media und andere Veröffentlichungen verwenden kann. Neben den klassischen Portraits durfte natürlich auch ein bisschen gepost werden.
Und ich glaube, einen neuen Favoriten habe ich schon: Liam Pointing. 👉
Ob das irgendwann einmal ein legendäres Sportfoto wird, sei dahingestellt. Aber für den Familien-Blog hat es seinen Stammplatz definitiv schon sicher.
Dass eine Mannschaft aber nicht nur auf dem Trainingsplatz zusammenwächst, gehört hier genauso dazu.
Deshalb ging es mit dem Team nach Narragansett an den Strand. Atlantik vor uns, Lagerfeuer an und für ein paar Stunden einmal kein Spielplan, keine Standards und keine vergebene Torchance.
Einfach zusammensitzen, quatschen und Zeit miteinander verbringen.
Gerade in diesen Wochen merke ich immer mehr, dass College Soccer eben viel mehr ist als die 90 Minuten am Spieltag. Training, Spiele, Media Day, gemeinsame Unternehmungen – langsam wird aus all den neuen Eindrücken tatsächlich Alltag.
Auch wenn dieser Alltag gerade ziemlich außergewöhnlich ist.