Langsam hat sich hier so etwas wie Alltag eingestellt. Wobei „Alltag“ als Student-Athlete
natürlich ein ziemlich dehnbarer Begriff ist.
Der Stundenplan allein zeigt nämlich nur einen Teil des Tages. Dazu kommt jeden Vormittag
das Mannschaftstraining – und natürlich alles, was rund um Fußball und College sonst noch
anfällt.
Auf dem Papier sehen Dienstag und Donnerstag damit fast entspannt aus. In Wirklichkeit findet sich die freie Zeit aber ziemlich schnell wieder mit Fußball, Regeneration und College-Arbeit gefüllt.
Am 12. September ging es dann schon wieder zum nächsten Punktspiel. Diesmal auswärts nach New Britain, Connecticut, zu den Blue Devils der Central Connecticut State University.
Ich stand wieder in der Startelf, war diesmal aber nach ungefähr 20 Minuten schon wieder draußen. Ich vermute, dass es vor allem Rotation war und auch andere Spieler ihre Minuten bekommen sollten.
Bis zur Halbzeit lief es für uns trotzdem richtig gut: 2:0-Führung.
In der zweiten Hälfte wurde es noch einmal etwas enger. Central Connecticut kam auf 2:1 heran, aber wir haben das Ergebnis über die Zeit gebracht.
Auswärtssieg, drei Punkte – und wieder zurück nach Rhode Island.
Gerade solche Wochen zeigen ziemlich gut, wie College Soccer hier tatsächlich funktioniert: Vorlesung, Training, Physio, Auswärtsspiel, wieder Uni – und zwischendrin versucht man irgendwie noch, ganz normal Student zu sein.